1. Krankenkassen
Nun, dies ist ein
finanziell wichtiges Thema. Zunächst kommt es darauf an, ob
Sie privat oder gesetzlich versichert sind.
Bei den privaten Krankenversicherern kommt es grundsätzlich
auf
den Inhalt der gewählten Leistungen in der Versicherungspolice
an!
Bei einigen privaten Krankenversicherern kann man eine
Selbstbeteiligung (z.B. 600 EUR Selbstbeteiligung) für
bestimmte
Leistungen wie Augenoptik oder Brille und Kontaktlinsen, Sonnenbrille
die als Heil und Hilfsmittel gelten wählen.
Bei anderen kann man wiederum bestimmte zusatzleistungen Leistungen wie
Kontaktlinsen,
rayban komplett
ausgrenzen (z.B. Chefarztbehandlung oder und somit den Monatsbeitrag
senken.
Hier sollten Sie genau rechnen und prüfen,
denn ein Ausschluss für Leistungen von Brillen.
Monatslinsen, in Ihrer privaten
Versicherung kann für Sie unter Umständen
günstiger
sein, wenn Sie Ihre Kontaktlinsen im Onlineshop nachbestellen! Sollte
Ihre private Krankenversicherung diese Leistungsart
einschließen,
können Sie selbstverständlich die
Kontaktlinsenrechnung bei
Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen und um
Rückerstattung der Auslagen bitten.
2. Gesetzliche Krankenkassen Bei den gesetzlichen Krankenkassen sieht
es aufgrund des Gesundheitsreformgesetzes etwas anders als bei den
privaten aus. Hier erfolgt eine teilweise Übernahme der Kosten
für Brille und Kontaktlinse durch die gesetzliche Kasse nur
noch
bei jugendlichen unter 18 Jahren. Der Augenarzt stellt in diesen
Fällen ein Rezept für eine Brille aus bzw. verordnet
Ihnen
Kontaktlinsen.
Ich vertrage meine Linsen nicht mehr so gut, welche
Möglichkeiten gibt es?
Grundsätzlich kann man sagen, dass je höher die
Sauerstoffdurchlässigkeit einer Kontaktlinse und je
kürzer
der Tauschrhythmus, desto höher die Verträglichkeit
einer
weichen Kontaktlinse. Zu langer Tauschrhythmus bei Kontaktlinsen
führt zu Verunreinigungen der
Kontaktlinsen-Oberfläche. Dies
ist von Träger(in) zu Träger(in) unterschiedlich. Die
Verunreinigung entsteht durch den Inhalt der Tränenchemie, die
das
Auge vor Keimen schützt. Auf der
Kontaktlinsenoberfläche
führen aber gerade diese Protein-, Fett- und
Enzym-Ablagerungen zu
allergischen Reaktionen, da sie trotz Kontaktlinsen Pflegemittel nicht
voll beseitigt werden und nach wenigen Tagen anfangen zu denaturieren
(zerfallen).
Grundsätzlich gilt also für das Austauschintervall
von Kontaktlinsen: shorter is better.
Um Probelinsen bestellen und auszuprobieren bestellen Sie einfach die
Testlinsen in unserem Onlineshop.
Welche Kontaktlinsen kann man über
welchen Zeitraum tragen?
Kontaktlinsen werden für verschiedene Tragezeiträume
hergestellt. Einen Überblick über die zahlreichen
Kontaktlinsentypen erhalten Sie von unserem Kontaktlinsenspezialisten
Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Über 90%
aller Sinneswahrnehmungen werden über unsere Augen
aufgenommen.
Dabei ist das Auge eines der kleinsten Organe. Es ist von
annähernd kugeliger Gestalt, im Mittel 23,5 mm lang und nur
wenige
Gramm schwer. Das Auge wird durch elastische Bänder und
Fettpolster in seiner Lage gehalten und durch sechs verschiedene
Muskeln, die zugleich die schnellten und stärksten des ganzen
Körper sind (relativ zu ihrer Größe), in
der
Augenhöhle bewegt. Die Hornhaut und Linse bilden zusammen den
optischen Apparat des Auges, vergleichbar dem Objektiv eines
Photoapparates. Zur Gesamtbrechkraft, die beim "Normalauge" 57-60 dpt
(dpt = Dioptrien = Kehrwert der in Meter gemessenen Brennweite)
beträgt, trägt die Hornhaut mit 43-45 dpt am meisten
bei. Die
Hornhaut ist ca. 0,5 mm dick und hat eine Durchmesser von 11-12 mm. Sie
ist normalerweise fast glasklar und sehr zäh und elastisch.
Die
refraktive Chirurgie verändert gezielt die
Brechungsverhältnisse der Hornhautvorderfläche, um
Brechungsfehlers des Gesamtapparates (Kurz, Weit- und/oder
Stabsichtigkeit auch landläufig Hornautverkrümmung
genannt)
auszugleichen. Die die hinter der Pupille durch feine Fasern mit einem
ringförmigen Muskel verbunden ist, steuert den Rest der
Brechkraft
bei. Durch Aktivierung dieses Muskel (Ziliarmuskel) kann die Brechkraft
der Linse erhöht und das Auge damit für nahe Objekte
scharfgestellt werden. Diese Brechkrafterhöhung (Akkomodation)
ist
der Scharfeinstellung eines Photoapparates analog. Die
Akkomodationsfähigkeit läßt mit zunehmendem
Alter nach,
so dass die meisten normalsichtigen Menschen ab ca. 45 Jahre eine
Brille für die Naharbeit brauchen. (Siehe Auge und Sehen). Die
Netzhaut wirkt wie der Film im Photoapparat.
Lichtempfindliche Zellen, getrennt
für Rot, Grün und Blau sowie hochempfindliche
Schwarz/Weiß-Typen, nehmen das Licht auf, bereiten das Bild
grob
auf und leiten es über den Sehnerven an das Gehirn weiter. Die
Hell-/Dunkeleinstellung (Adaptation) und Kontrastbearbeitung erfolgt
größtenteils bereits in der Kindheit. Die Leistung
des
Gehirns bei der Weiterverarbeitung der Bilder ist sehr hoch. Selektive
Wahrnehmung, räumliches Sehen, Bewegungssehen,
Folgebewegungen,
Formerkennung etc. pp. sind reine "Gehirnleistungen". Diese Leistungen
sind nicht komplett angeboren, sondern müssen in den ersten
Lebensjahren trainiert werden. Ist dieses Traning
unvollständig
gewesen, entsteht eine Schwachsichtigkeit (Ambylopie), die nichts mit
dem Auge selbst zu tun hat. Dies ist oftmals beim Schielen und bei
höhergradiger Stabsichtigkeit der Fall.
Sie sollten in einem solchen Fall immer Ihren Augenarzt aufsuchen und
sich von ihm behandeln lassen.
Nystagmus (Augenzittern)
Das Wort "Nystagmus" kommt aus dem Altgriechischen (blinzeln). Man
bezeichnet damit rhythmische Augenbewegungen, die
unwillkürlich,
das heißt ohne bewusste Einflussnahme des Menschen auftreten.
Nystagmus tritt auch beim Gesunden auf Es gibt physiologische
Nystagmen, also Formen, die beim Gesunden in bestimmten Situationen
auftreten. Hierzu gehört der "Eisenbahnnystagmus"
(optokinetischer
Nystagmus), der auftritt, wenn ein bewegtes Objekt beobachtet wird. Die
langsame Komponente der Augenbewegungen folgt dem Objekt, die schnelle
Komponente springt zurück, um das nachfolgende Objekt zu
fixieren.
Ein Endstellungsnystagmus tritt bei extremem Seitwärtsblick
spätestens nach 30 Sekunden auf und stellt ein
Blickhalteschwäche dar. Die schnelle Komponente ist in
Blickrichtung gerichtet. Je müder der Patient, desto geringer
die
Blickauslenkung, bei welcher Nystagmus auftritt. Ein Nystagmus bei
geringem Seitenblick ist nicht normal. Er ist aber bei vielen Patienten
mit frühkindlichem Schielbeginn zu finden und gilt daher als
typisches Symptom des "frühkindlichen Schielsyndroms".
Nystagmus
latens Bei Patienten, mit Schielbeginn in den ersten 2 Lebensjahren,
findet sich darüber hinaus häufig das
Phänomen, dass
Augenzittern auftritt, wenn ein Auge abgedeckt wird. Wenn dann nur noch
mit dem linken Auge fixiert wird, rucken die Augen nach links (immer
nach außen, temporal). Die Ursache für dieses
Phänomen
ist wissenschaftlich nicht geklärt. Vermutlich spielt aber der
bei
dem frühkindlichen Innenschielen ein erhöhter
Konvergenztonus
eine Rolle. Das nach dem Abdecken des anderen Auges fixierende Auge
bekommt die Neigung langsam Nasenwerts weg zu rutschen und
muß
durch Augenrucke nach außen wieder auf das Objekt
ausgerichtet
werden.Kongenitaler Nystagmus Der primäre kongenitale
Nystagmus
ist ein eigenständiges Krankheitsbild. Er besteht
häufig
für das ganze Leben und ist meistens nicht mit
zusätzlichen
anderen Erkrankungen verbunden. Häufig findet sich aber in den
ersten Lebensmonaten und -jahren eine Besserung, die durch die
einhergehende Reifung des beidäugigen bedingt ist. Eine
eindeutige
Vererbung kommt vor (z.B. X-chromosomal-rezessiv), ist aber eher selten
der Fall. Charakteristika sind Verstärkung bei konzentrierter
Fixaktion auf ein Objekt, Abschwächung bei
beidäugiger
Betrachtung naher Gegenstände (Konvergenz), nicht
Vorhandensein im
Schlaf und Kopfwackeln. Häufig ist die Intensität
blickrichtungsabhängig. Dabei ist die Blickrichtung, bei der
das
Augenzittern am geringsten ist, nicht immer die Geradeausrichtung. Bei
Patienten mit Nystagmusberuhigung im Seitenblick resultiert
häufig
eine Kopfzwangshaltung Der dem primären kongenitalen Nystagmus
im
Erscheinungsbild sehr ähnliche okuläre Nystagmus ist
sekundär, das heißt, er tritt in Folge einer anderen
Augenerkrankung auf. Jede angeborene oder sehr früh erworbene
schwere, beidseitige Sehstörung führt zu einem
kongenitalen
Nystagmus. Die häufigsten Ursachen sind Katarakt, Albinismus,
zentrale Netzhautnarbe, Aniridie und Optikusatrophie. Beim Auftreten
der Störung in den ersten drei Lebensmonaten ergeben sich
vorwiegend weite Pendelbewegungen, die bei späterem Beginn
kleiner
werden. Bei Entwicklung nach dem 6. Monat entsteht mehr ein
Rucknystagmus. Eine seltene Sonderform des kongenitalen Nystagmus ist
der Spasmus nutans, der sich häufig spontan komplett
zurückbildet. Er beginnt meist in der zweiten Hälfte
des
ersten Lebensjahres und ist typischerweise nicht auf beiden Augen
gleich stark ausgeprägt, also asymmetrisch. Charakteristisch
ist
auch eine höhere Frequenz der Augenbewegungen und das
(zusätzliche) Auftreten vertikaler Bewegungen (bei Auf- oder
Abblick). Da in seltenen Fällen auch ein kindlicher Hirntumor
zu
diesen Symptomen führen kann, ist zum Ausschluss eine
Magnetresonanztomographie des Kopfes sinnvoll. Therapie des Nystagmus
In etwa der Hälfte der Fälle des angeborenen
Nystagmus gibt
es die Möglichkeit eine Besserung durch eine Operation
herbeizuführen. Ziel der Operation ist es, den Nystagmus zu
mindern und die durch den Nystagmus bewirkte Kopfzwangshaltung zu
bessern. Im wesentlichen bestehen zwei Operationsprinzipien: Bei
Patienten mit Nystagmusberuhigung im Seitenblick und Kopfzwangshaltung
wird durch eine Verschiebung der Augen dieser Zustand für den
Geradeausblick nutzbar gemacht und gleichzeitig die Kopfzwangshaltung
korrigiert. Bei Patienten mit Nystagmusberuhigung bei Nahblick kann
durch eine Operation (als Verbandslinse raten wir zu Tageslinsen nach
dem Prinzip der artifiziellen Divergenz) die Konvergenz-Innervation
postoperativ erhöht werden und somit auch bei Fernblick eine
Nystagmusberuhigung erzielt werden. Die Planung und
Durchführung
der Augen Operation verlangt einiges an Know-how und Erfahrungen,
gehört aber andererseits zu den befriedigendsten
Tätigkeiten
des operativ versierten Strabologen. Die Augen reagieren, wenn sie mit
bestimmten Substanzen in Kontakt kommen, die eine allergische Reaktion
auslösen, den Allergenen. Es gibt eine riesige Anzahl von
Allergenen, die eine allergische Reaktion auslösen
können.
Die häufigsten sind Pollen, Haare von Haustieren, Staub,
Arzneimittel etc. Eine allergische Reaktion kann ein oder beide Augen
betreffen und Rötung sowie Jucken unter dem Augenlid
verursachen.
Weitere Symptome umfassen übermäßigen
Tränenfluß, Lichtempfindlichkeit und verklebte
Augenlider
morgens nach dem Aufwachen. Okuläre Allergien in der
Augenoptik
treten relativ häufig auf, wobei sie in Ausprägung,
Dauer und
auch in der Wiederauftrittsrate bei den einzelnen Patienten bzw.
Anfällen variieren. In ihrer ausgeprägtesten Form
können
okuläre Allergien zu Hornhautschäden führen,
häufiger jedoch verlaufen sie weniger schwer, sind aber
dennoch
unangenehm und meistens kosmetisch unvorteilhaft.
Heutzutage gibt es hochwirksame
Medikamente, die eine schnelle und wirksame Behandlung
okulärer
Allergien ermöglichen. Die typische Behandlung
umfaßt meist
die Identifizierung des für die Reaktion verantwortlichen
Allergens, Maßnahmen zur Vermeidung des Kontakts mit diesen
Substanzen und die Verwendung von Medikamenten zur Symptomreduzierung
oder Verhinderung des Wiederauftretens allergischer Reaktionen. Beim
Normalsichtigen (Emmetropie) treffen sich parallel einfallende
Lichtstrahlen am akkomodationslosen, ruhenden Auge genau auf der
Netzhaut. Ein Objekt, das im Unendlichen liegt, wird scharf gesehen.
Unter praktischen Gesichtspunkten kann als unendlich das 500fache der
Brennweite angenommen werden. Das bedeutet, daß ein
emmetropes
Durchschnittsauge alle Objekte, die weiter als einige Meter vom Auge
entfernt sind, scharf abbildet. Beim Weitsichtigen treffen sich
parallel einfallende Lichtstrahlen am akkomodationslosen, ruhenden Auge
hinter der Netzhaut. Ein Objekt, das im Unendlichen liegt, wird
unscharf gesehen. Durch Akkomodation (= Naheinstellung,
bewußte
oder unbewußte Brechkrafterhöhung der im Bild blau
dargestellt) kann der Weitsichtige sich unter Umständen sein
Bild
"auf die Netzhaut zurückholen". Dies ist auf Dauer mit
erhöhter Anstrengung verbunden.
Die Korrektur erfolgt mit positiv
brechenden Gläsern oder Linsen, die als Nebenwirkung eine
leichte
Vergrößerung sowie Einengung des Gesichtsfeldes
haben. Beim
Kurzsichtigen treffen sich parallel einfallende Lichtstrahlen am
akkomodationslosen, ruhenden Auge vor der Netzhaut. Im Gegensatz zur
Hyperopie kann der Betroffene seinen Sehfehler nicht durch Akkomodation
verbessern. Theoretisch sinkt die maximale Sehschärfe (Visus)
mit
jeder Dioptrie unkorrigierter Kurzsichtigkeit um das 4fache. Beispiel:
Ein Straßenschild, das ein Normalsichtiger auf 40m Entfernung
liest, kann bei einer Myopie vom 2 dpt. erst auf 5m Entfernung gelesen
werden. In der Praxis ist die Sehschärfe meist etwas besser,
da
das Gehirn das unscharfe Bild durch einige Tricks "aufpeppen" kann.
Trotzdem ist ein Patient mit einer unkorrigierten Myopie von mehr als
0,75 dpt. nur sehr bedingt straßenverkehrstauglich. Um
Kontaktlinsen beschwerdefrei tragen zu können, ist eine
ausreichende Menge an Tränenflüssigkeit erforderlich.
Tränen werden kontinuierlich in wohldosierten kleinen Mengen,
von
den Augendrüsen produziert. Sie bilden den
Tränenfilm, der
das Auge ständig benetzt und sich mit jedem Lidschlag
gleichmäßig über die
Augapfel-Oberfläche verteilt.
Daher ist ist ausgesprochen wichtig das Auge vor Zug und Austrocknung
zu schützen. Sonnenbrillen sind hier das Accessoire der ersten
Wahl. Gewölbte Sonnenbrillen sind deshalb so wichtig damit am
seitlichen Rand der Brillenfassung keine Luft oder Staub eindringen
kann.
Ohne Tränenfilm wäre die Hornhaut
trocken und damit undurchsichtig. Die Hornhaut ist nur transparent,
wenn ihr Wassergehalt bei 78% liegt. D.h., der Tränenfilm ist
für das Sehen sehr wichtig. Neben seiner optischen Funktion
erfüllt er weitere wichtige Aufgaben. Er versorgt die Hornhaut
die Hornhaut mit Sauerstoff und trägt entscheidend zu ihrer
Ernährung bei. Darüber hinaus schützt der
Tränenfilm das Auge vor Infektionen, da er
keimtötende Substanzen enthält und kleine
Verunreinigungen fortspült.
Tränenfilm:
Der Aufbau des Tränenfilms setzt sich aus drei
unterschiedlichen
Schichten zusammen. Die Substanzen in diesen Schichten sind ebenso wie
ihre Aufgaben fein aufeinander abgestimmt. In den
Lidranddrüsen
(Meibom'sche Drüsen) wird die äußere
fetthaltige
Schicht (Lipidschicht) gebildet. Sie bewirkt die glatte
Oberfläche
des Tränenfilms auf der Hornhaut des Auge und verhindert
rasches
Verdunsten. Sie dient auch zur Abwehr von Keimen und schützt
vor
Tröpfcheninfektion. Die Tränendrüse und
kleine,
über die Bindehaut verstreute Drüsen produzieren die
mittlere
wässrige Schicht. Sie entspricht den Vorstellungen, die man im
allgemeinen von Tränen hat. Ihre Aufgabe ist die Reinigung der
Oberfläche durch Abtransport von Fremdkörpern und
Abfallprodukten der Gewebe. Auch führt sie den Sauerstoff an
das
Auge. Wichtig ist hierbei das die Monatslinsen und Tageslinsen sofern
Sie diese tragen, eine ausreichende Beweglichkeit aufweisen und der
Tränenfilm unter der Kontaktlinsen zirkulieren kann.
Unmittelbar an die Hornhaut, die in ihrer Oberfläche
wasserabweisend ist, grenzt die von anderen Bindehautdrüsen
abgesonderte Schleim- oder Mucinschicht. Sie bildet einen schleimigen
Puffer zwischen Hornhautoberfläche und der wässrigen
Phase
des Tränenfilms. Ohne diese Mucinschicht könnte diese
nicht
auf dem Auge haften und wäre daher nicht imstande, es durch
gleichmäßige Benetzung ständig feucht zu
halten. Das
Mucin wird vornehmlich von den Becherzellen der Bindehaut gebildet.
Jede Störung einer dieser drei Bereiche setzt die
Stabilität
des Tränenfilms herab. Wenn z.B. die Lipidschicht zu
dünn ist
trocknet die wässrige Phase zu schnell aus. Zum Ausgleich
müssen die Lidschläge schneller erfolgen. Das
Trockenheitsgefühl im Auge löst einen solchen Reflex
aus. Ist
sie zu dick, gibt es auf der Kontaktlinse eine sehr starke
Proteinablagerung. Tauschlinsen sind in einem solchen Fall zu
empfehlen. Die von der Tränendrüse gebildete
Tränenflüssigkeit wird etwa alle 5-10 Sekunden durch
den
reflektorischen Lidschlag gleichmäßig über
die
Augapfel-Oberfläche (Hornhaut und Bindehaut) verteilt und hat
die
Aufgabe, Bindehautsack und Hornhaut ständig zu befeuchten und
zu
reinigen. Die Muskulatur der Lider ist so angeordnet, dass der
Tränenfluss an der Kante des Unterlides von außen
nach innen
geleitet wird und durch die Saugwirkung des
Tränenpünktchens
in die ableitenden Tränenwege gelangt, die im unteren Teil des
Nase münden.
In
etwa der Hälfte der Fälle des angeborenen Nystagmus
gibt es
die Möglichkeit eine Besserung durch eine Operation
herbeizuführen. Ziel der Operation ist es, den Nystagmus zu
mindern und die durch den Nystagmus bewirkte Kopfzwangshaltung zu
bessern. Im wesentlichen bestehen zwei Operationsprinzipien: Bei
Patienten mit Nystagmusberuhigung im Seitenblick und Kopfzwangshaltung
wird durch eine Verschiebung der Augen dieser Zustand für den
Geradeausblick nutzbar gemacht und gleichzeitig die Kopfzwangshaltung
korrigiert. Bei Patienten mit Nystagmusberuhigung bei Nahblick kann
durch eine Operation (nach dem Prinzip der artifiziellen Divergenz) die
Konvergenz-Innervation postoperativ erhöht werden und somit
auch
bei Fernblick eine Nystagmusberuhigung erzielt werden. Die Planung und
Durchführung der Operationen verlangt einiges an Know-how und
Erfahrungen, gehört aber andererseits zu den befriedigenden
Tätigkeiten des operativ versierten Strabologen.
Die
Augen reagieren, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Kontakt kommen,
die eine allergische Reaktion auslösen, den Allergenen. Es
gibt
eine riesige Anzahl von Allergenen, die eine allergische Reaktion
auslösen können. Selbst Legierungen und Weichmacher
in
billigen Optik welche ohne CE Kennzeichnung in Fernost produziert
werden und später z.B. am Strand der Dom Rep, Türkei,
Ägypten und anderen verkauft werden. Es gibt aber auch
natürliche Auslöser wo eine gut schließende
wrap
apond Brillen oder Sonnenbrille vor Pollen, Haaren von
Haustieren, Staub, Arzneimittel etc. schützen kann. Eine
allergische Reaktion kann ein oder beide Augen betreffen und
Rötung sowie Jucken unter dem Augenlid verursachen. Weitere
Symptome umfassen übermäßigen
Tränenfluß,
Lichtempfindlichkeit und verklebte Augenlider morgens nach dem
Aufwachen. Okuläre Allergien treten relativ häufig
auf, wobei
sie in Ausprägung, Dauer und auch in der Wiederauftrittsrate
bei
den einzelnen Patienten bzw. Anfällen variieren. In ihrer
ausgeprägtesten Form können okuläre
Allergien zu
Hornhautschäden führen, häufiger jedoch
verlaufen sie
weniger schwer, sind aber dennoch unangenehm und meistens kosmetisch
unvorteilhaft. Heutzutage gibt es hochwirksame Medikamente, die eine
schnelle und wirksame Behandlung okulärer Allergien
ermöglichen. Die typische Behandlung umfaßt meist
die
Identifizierung des für die Reaktion verantwortlichen
Allergens,
Maßnahmen zur Vermeidung des Kontakts mit diesen Substanzen
und
die Verwendung von Medikamenten zur Symptomreduzierung oder
Verhinderung des Wiederauftretens allergischer Reaktionen. Beim
Normalsichtigen (Emmetropie) treffen sich parallel einfallende
Lichtstrahlen am akkomodationslosen, ruhenden Auge genau auf der
Netzhaut. Ein Objekt, das im Unendlichen liegt, wird scharf gesehen.
Unter praktischen Gesichtspunkten kann als unendlich das 500fache der
Brennweite angenommen werden. Das bedeutet, daß ein
emmetropes
Durchschnittsauge alle Objekte, die weiter als einige Meter vom Auge
entfernt sind, scharf abbildet. Beim Weitsichtigen (Hyperopie)